Informationsfahrt zum Solardorf Furth bei Landshut

Natur und Umwelt Südost e.V. hatte für den 19. Oktober 2004 interessierte Bürger und Mitglieder des Gemeinderats der regionalen Gemeinden zu einer Informationsfahrt nach Furth bei Landshut eingeladen. Furth ist die erste deutsche Modellgemeinde der Europäischen Kommission für erneuerbare Energien und die wohl am öftesten ausgezeichnete Gemeinde Bayerns für nachhaltige Entwicklung. Furth nimmt auch nach eigener Einschätzung in Bayern eine Vorreiterrolle ein. Dies alles war für uns genug Grund, den Interessierten und Verantwortlichen die Gemeinde vorzustellen.

Rathaus und Kirche FurthWährend der Fahrt wurden zunächst die Teilnehmer von Horst Prem, den Geschäftsführer der Solarkraftwerke München-Land (SKML), ausführlich er den Stand der Technik informiert. In Furth übernahm der dortige erste Bürgermeister, Dieter Gewies, zusammen mit Rolf Fahle von der Solar GmbH die Führung der Teilnehmer, als erstes konnte er dabei gleich das Rathaus mit Solardach präsentieren (zum Vergrößern anklicken).

Weiterhin hat Furth ein Heizwerk mit Hackschnitzeln und mit zusätzlichen Solarkollektoren zur ganzjährigen Wärmeversorgung des Ortskerns. Die örtlichen Landwirte profitieren von der Anlieferung der Hackschnitzel, und da der Betriebsaufwand sehr gering ist, wurde das Heizwerk zu einer beachtlichen Einkunftsquelle für die Gemeinde. Der Wärmepreis richtet sich dabei nach dem Heizölpreis, die Abnehmer haben also keine finanziellen Nachteile beim Bezug der Wärme von diesem Heizwerk.

Einen ausführlichen Bericht dazu gab es von unserem Mitglied Dr. Helmut Fried in der Ökopost 1/2005 (pdf, 2 Seiten).