Unterschriftenaktion gegen Bebauung an der B471

Die Aktion Aktion Mord am Wald (zu dieser Aktion auf das Bild klicken) führte leider nicht dazu, dass Taufkirchen und Brunnthal ihre Vorhaben einstellten, an der Bundesstraße 471 gegenüber IKEA ein Gewerbegebiet mit einem Möbelgiganten (Höffner), einem Baumarkt (Obi) und einem Gartencenter mit Baumarkt (Hornbach) voranzutreiben. Die Ortsgruppen von Agenda 21, Bund Naturschutz, Mütter gegen Atomkraft, und unser Verein beschlossen daher eine Unterschriftensammlung, die vom 4. bis zum 25. März 2006 dauerte. Die Unterschriftensammlung wurde in Neubiberg, Ottobrunn, Hohenbrunn, und Taufkirchen durchgeführt, zahlreiche Geschäfte unterstützten die Aktion. Die Bevölkerung wurde durch Plakate informiert und aufmerksam gemacht.

Trotz Kälte und unfreundlichem Wetter konnten in dieser kurzen Zeit 5.438 Unterschriften gesammelt werden, das Echo bei allen Angesprochenen war überaus positiv. Einen Bericht dazu gab es von unserem Mitglied Fritz Baur in der Ökopost 1/2006 (,1 Seite).

Übergabe der UnterschriftenAm 30. März 2006 übergaben Vertreter der vier beteiligten Organisationen die Unterschriften an den stellvertretenden Regierungspräsidenten von Oberbayern, Regierungsdirektor Franz Lutz, wo sich das Genehmigungsverfahren in der Phase der Anhörung befand, und konnten ein intensives Gespräch führen. Die Presse berichtete ausführlich darüber. Die Entscheidung über die Zulässigkeit stand nach den damaligen Informationen unmittelbar bevor.

Die Ballung von Großmärkten an der B471 widersprach nach Meinung der Bauabteilung der Regierung von Oberbayern dem Landesentwicklungsplan, wie einem Artikel vom 6. April 2006 zu entnehmen war. Nach einem späteren Artikel forderte die Regierung von Oberbayern Nachbesserungen der Gemeinden bei dem Konzept für den Gewerbestandort an der B471.

Das Raumordnungsverfahren für einen der Interessenten, Obi, wurde dann auf dessen Antrag ausgesetzt, wie die Presse in einem Artikel vom 10. Juni 2006 informierte. kurze Zeit später zogen auch Hornbach und Höffner ihren Antrag zurück, wie einem Artikel am 25. Juli 2006 zu entnehmen war. Dabei blieb es mehr als ein Jahr, wie unter der Überschrift "Ruhe im Wald" am 28. August 2007 berichtet wurde.

Nachdem Brunnthal und Taufkirchen ein gemeinsames Entwicklungskonzept vorgelegt hatten, wurde das Raumordnungsverfahren wieder aufgenommen, wie die Presse am 6. Dezember 2007 informierte.

Am 3. Mai 2008 kam dann als Ergebnis, dass das nördlich der B471 gelegene Grundstück nicht bebaut werden darf.

Zu dem Thema gab es 2007 und 2009 je eine (zu dieser Aktion auf das Bild klicken).