Gründung von Natur und Umwelt Südost e.V.

Hallo Südost vom 16./17. Februar 19731973 plante die Gemeinde Ottobrunn, im Neubiberger Bahnhofswald, der teilweise auf Ottobrunner Flur liegt, einen gemeindlichen Friedhof zu errichten. Grund dafür war, dass Unterhaching wegen Platzmangels nur noch für ein Jahr bereit war, verstorbene Ottobrunner in Unterhaching bestatten zu lassen. Dagegen wandte sich eine neugegründete Bürgerinitiative in der Hallo Südost vom 16./17. Februar 1973 (zum Vergrößern anklicken, wieder Verkleinern mit Doppelklick).

Der Aufruf erging an die Einwohner der südöstlich an München angrenzenden Gemeinden. Erklärter Wille darin war, für sich und die Kinder dieses Gebiet als naturnahe und lebenswerte Umwelt zu erhalten, Natur- und Landschaftsschäden zu verhindern oder zu beseitigen, die Wälder vor Zerstörung und Verschmutzung zu schützen, mitzuwirken bei Einrichtungen für Erholung und Freizeit, das Bewusstsein für Natur- und Umweltschutz zu fördern, und auf diese Ziele hinzuwirken. Diese Initiative gab sich den Namen "Natur und Umwelt Südost", aus ihr ging der Verein hervor.

Dieser Aufruf wurde eine Woche später durch einen ganzseitigen Bericht auf der Titelseite der Hallo Südost redaktionell unterstützt.

Im Folgenden betrieb Natur und Umwelt Südost e.V. den Erhalt des Bahnhofswaldes als naturnahes Erholungsgebiet und die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet. Dazu ließ der Verein Gutachten erstellen und gab Stellungnahmen an die Presse, worüber auch berichtet wurde, beispielsweise im Münchner Merkur vom 7. Mai 1974. Weiterhin gab es Schriftwechsel mit Gemeinden, einzelnen Gemeinderatsmitgliedern, Landratsamt, Fachbehörden, Landesregierung, und Schreiben an Ministerpräsident Franz-Joseph Strauß und Umweltminister Alfred Dick.

Wir brachten auch den Haidgraben als alternativen Standort ins Gespräch, dies erfolgreich, denn 1976 beschloss der Gemeinderat Ottobrunn, dort einen gemeindlichen Friedhof zu errichten.

Bald danach gab es Pläne von Neubiberg, den Wald mit Erholungseinrichtungen zu gestalten. Dazu gab es 1980 Gespräche mit den Bürgermeistern von Ottobrunn und Neubiberg, 1981 erarbeitete der Verein einen Gestaltungsvorschlag, mit dem Einvernehmen erreicht wurde. Bis auf das Pfadfinderheim gibt es keinen Bau im Bahnhofswald.